Liebe Gartenfreunde,
beim Rundgang durch den Garten fallen im Spätsommer gelbe Blätter, kleine weiße Insekten oder rostbraune Flecken auf. Einige Pflanzen brauchen Pflege, andere werfen ihr älteres Laub ab. Im Berliner Gartenbrief 14/26 vom 26. August erklärt das Pflanzenschutzamt Berlin, worauf du achten kannst. Die Hinweise habe ich für unsere Garten Fachberatung zusammengefasst.
Spinnen im Garten helfen mit
Spinnen fangen unter anderem Fliegen, Mücken und Blattläuse. Lass ihre Netze im Garten möglichst stehen, sofern sie dich auf den Wegen nicht behindern. Eine Spinne in der Laube kannst du mit einem Glas und einem daruntergeschobenen Stück Papier nach draußen bringen.
Bernstein-Waldschaben erkennen
Auch eine schabenähnliche Besucherin muss kein Vorratsschädling sein: Die Bernstein-Waldschabe ernährt sich von pflanzlichem Material. Du erkennst sie am einfarbigen Halsschild hinter dem Kopf. Bei der Deutschen Schabe sitzen dort zwei dunkle Längsstreifen. Bernstein-Waldschaben können fliegen und kommen zum Licht. Fliegengitter helfen, sie aus der Laube fernzuhalten. Die Vergleichsbilder im verlinkten Gartenbrief erleichtern die Unterscheidung.
Yucca: Flecken und braune Spitzen unterscheiden
Nach feuchtem Wetter können an Yucca braune bis schwarze Blattflecken mit einem hellgelben Rand auftreten. Häufig beginnt der Pilzbefall an den unteren Blättern, die länger feucht bleiben.
- Entferne betroffene Blätter.
- Gieße an der Pflanzenbasis und halte das Laub möglichst trocken.
- Stelle eine Yucca im Kübel möglichst sonnig und vor Regen geschützt auf.
Braune Blattspitzen können dagegen auch durch zu hohe Salzgehalte oder zu viel Dünger entstehen. Aus der Verfärbung allein lässt sich deshalb kein Nährstoffmangel ableiten.
Immergrüne werfen ältere Blätter und Nadeln ab
An Kirschlorbeer oder Rhododendron vergilben beim natürlichen Laubwechsel vor allem ältere Blätter im Inneren. Kiefer, Thuja und Eibe verlieren ältere Nadeln. Prüfe deshalb, welche Bereiche betroffen sind, bevor du zu Dünger greifst.
Das Pflanzenschutzamt empfiehlt, diese Gehölze erst im nächsten Jahr wieder zu düngen. Die Triebe brauchen Zeit zum Ausreifen, damit sie den Winter überstehen. Der Gartenbrief beschreibt außerdem mögliche Ozonschäden nach Hitzeperioden. Gelbe oder braune Stellen können verschiedene Ursachen haben.
Weiße Fliegen an Blattunterseiten kontrollieren
Beim Berühren von Tomaten, Gurken, Fuchsien oder Kohl können kleine weiße Insekten auffliegen. Die Weiße Fliege sitzt häufig unter den Blättern. Sie schwächt die Pflanzen und hinterlässt klebrigen Honigtau.
Im Freiland kannst du stark besetzte Blätter abpflücken und entsorgen. Größere Blätter lassen sich mit Wasser abwaschen. Im Gewächshaus kommen zur Bekämpfung auch Nützlinge infrage, etwa Encarsia-Schlupfwespen. Kontrolliere bei deinem nächsten Rundgang die Blattunterseiten mit.
Rostpilzen feuchte Bedingungen nehmen
Rostpilze verursachen Flecken und Pusteln an Blättern und Stängeln. Feuchtigkeit, dicht stehende Pflanzen und einseitige Stickstoffdüngung begünstigen den Befall. Im Gartenbrief findest du Bilder von Rost an Pfingstrosen und Pelargonien.
- Schneide befallene Blätter und Pflanzenteile rechtzeitig heraus.
- Gieße an der Pflanzenbasis, damit das Laub trocken bleibt.
- Verwende befallene Zier- und Gemüsepflanzen nicht zur Samengewinnung. An den Samen können Rostsporen haften.
- Entferne im Herbst alte, befallene Stängel und Blätter von Pfefferminze und Malven. Beseitige bei Pflaumen und Beerenobst das herabgefallene Laub.
Blüten für den Segelfalter
Zum Schluss stellt das Pflanzenschutzamt den Segelfalter vor, den Gartenfreunde im Raum Berlin-Brandenburg wieder häufiger beobachten können. Nektar findet er beispielsweise an Wiesensalbei und Flockenblumen. Seine Raupen fressen unter anderem an Schlehen. Im Originalbrief kannst du den Falter auf einem Foto ansehen und weitere Nahrungspflanzen nachlesen.
Den Gartenbrief im Original lesen
Die fachliche Grundlage dieses Beitrags ist der Berliner Gartenbrief Nr. 14/26 vom 26.08.2026 (PDF) des Pflanzenschutzamts Berlin. Dort findest du die vollständigen Hinweise und Fotos zu den beschriebenen Tieren und Pflanzenschäden. Weitere Ausgaben gibt es auf der Gartenbrief-Seite des Pflanzenschutzamts.
Euer Gartenfreund Peter
