Liebe Gartenfreunde,
hängende Blätter bei Mittagshitze verleiten zum schnellen Griff zur Gießkanne. Doch mehr Wasser hilft nicht in jeder Situation. Im Berliner Gartenbrief 11/26 vom 9. Juli 2026 findest du Hinweise zur Pflege an heißen Tagen. Die Ausgabe behandelt Hitzeschäden, Krankheiten am Obst und einen Käfer, den wir auf Reisen nicht einschleppen sollten.
Vor dem Gießen den Boden prüfen
Hortensien und Tomaten lassen ihre Blätter bei Hitze mitunter hängen, um die Verdunstung zu begrenzen. Das allein beweist keinen Wassermangel. Prüfe die Bodenfeuchte und gieße nach Bedarf am Morgen oder Abend.
Dunkle Pflanzkübel können sich so aufheizen, dass die Wurzeln Schaden nehmen. Zusätzliches Wasser in einen bereits ausreichend feuchten Ballen zu geben, hilft dann nicht. Sonne kann außerdem Blätter verbrennen und Beerenfrüchte schädigen. Wind beschleunigt das Austrocknen des Bodens.
An jungen Bäumen verdient der Stamm Aufmerksamkeit: Ohne schützenden Anstrich können Hitze und Sonne das Rindengewebe verletzen. Solche Stellen erleichtern Pilzen und schädigenden Insekten den Zugang.
Dunkle Rindenstellen am Obstbaum ernst nehmen
Schwarzer Rindenbrand betrifft Apfel- und Birnenbäume. Besonders gefährdet sind Gehölze, die unter Trockenheit leiden oder bereits Verletzungen aufweisen. Die Rinde verfärbt sich dunkel, sinkt ein und kann aufreißen. Ähnliche Schäden haben auch andere Ursachen; ein dunkler Fleck allein erlaubt keine sichere Diagnose.
Zur Vorbeugung nennt das Pflanzenschutzamt:
- Versorge den Baum passend zu seinem Bedarf mit Wasser und Nährstoffen.
- Wähle für Neupflanzungen einen tiefgründigen Boden und meide besonders heiße, trockene Standorte.
- Schütze den Stamm mit einem Kalkanstrich vor temperaturbedingten Rissen.
Bei bestätigtem Befall unterscheidet der Gartenbrief zwischen kleinen, behandelbaren Stellen und schweren Stammschäden. Die Bilder im Original helfen, die beschriebenen Symptome einzuordnen.
Faulendes Obst aus dem Garten entfernen
Braune Faulstellen mit ringförmigen Sporenpolstern können auf Monilia-Fruchtfäule hinweisen. Über verletzte Fruchthaut gelangt der Pilz ins Obst. Feuchtigkeit und dicht aneinanderhängende Früchte erleichtern seine Ausbreitung.
- Pflücke erkrankte Früchte ab und sammle betroffenes Fallobst auf.
- Entsorge dieses Obst im Hausmüll.
- Entferne auch vertrocknete Fruchtmumien aus der Krone. Dort kann der Erreger überdauern.
Bei sehr dichtem Fruchtbehang hilft rechtzeitiges Ausdünnen: Die Früchte berühren sich weniger und trocknen nach Regen besser ab.
Einen verdächtigen Käfer richtig melden
Der Japankäfer kann mit Gepäck oder Fahrzeugen reisen und zahlreiche Pflanzen schädigen. Die Ausgabe bittet besonders bei Rückreisen aus italienischen, schweizerischen und österreichischen Gebieten um Kontrollen. Schau auch bei Wohnmobil und Haustier genau hin.
Dem heimischen Gartenlaubkäfer sieht er ähnlich. Auffällig sind beim Japankäfer auf jeder Körperseite fünf weiße Haarbüschel sowie zwei weitere am Hinterende. Vergleiche einen verdächtigen Fund mit den Fotos im Original.
Melde einen Berliner Verdachtsfund an ed.nilreb.ukvmnes@tiehdnusegneznalfp. Nenne den genauen Fundort und deine Telefonnummer. Schicke ein scharfes Foto mit, auf dem besonders der Hinterleib erkennbar ist. Bewahre das Exemplar für die Untersuchung durch das Pflanzenschutzamt auf. Außerhalb Berlins ist der Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes zuständig.
Die Quelle zum Nachlesen
Grundlage ist der Berliner Gartenbrief 11/26 vom 09.07.2026 (PDF) des Pflanzenschutzamts Berlin. Dort findest du die vollständigen Erläuterungen und Vergleichsbilder.
Euer Gartenfreund Peter
