Liebe Vereinsmitglieder,
in den letzten Wochen beschäftigt uns in Rudow wieder mal das spannende Thema: Der Bebauungsplan Nr. 8-102 für das Gelände des ehemaligen NME-Bahnhofs direkt neben unserer Anlage am Rhodeländerweg 1. Viele von euch haben gefragt, ob es früher Pläne mit weniger Wohnungen und mehr Grün gab. Hier die Fakten.
Was plant die Stadt genau?
Der Plan sieht auf dem rund 2 Hektar großen Areal etwa 177 neue Wohnungen vor, darunter 30 Prozent mit Mietpreisbindung, eine Kindertagesstätte und viel öffentliche Grünfläche. Die Unterlagen liegen seit dem 16. Februar 2026 zur Auslegung aus – bis 18. März könnt ihr Stellung nehmen. Das Gelände war lange ein Brachland mit Gleisen; jetzt soll es belebt werden, ohne unsere Kleingärten zu gefährden.
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Wichtiger Hinweis aus den Unterlagen: „Auch wenn eine mögliche Verlagerung der betroffenen Kleingartenparzellen nicht Gegenstand der Planung ist, so ist im weiteren Verfahren die Möglichkeit einer Neuordnung und Einbeziehung dieser Fläche in eine zu entwickelnde direkte Grün- und Wegeverbindung von der Waßmannsdorfer Chaussee entlang des Großen Rohrpfuhls bis zum Rhodeländerweg im weiteren Verfahren zu prüfen.“ Eine Neuordnung ist nicht geplant, aber zu prüfen – das wollen wir genau beobachten!
Unsere 165 Parzellen auf 70.000 Quadratmetern bleiben unberührt. Der Plan sichert sogar mehr Grün: Ehemalige Bahnflächen werden als Park angelegt, und Flächen am Meskengraben sowie unsere Blöcke I-III (Rhodeländerweg, Groß-Ziethener Chaussee) profitieren theoretisch von einer besseren Anbindung.
8-102_abw_frueh-oeff.pdf
Gab es Varianten mit weniger Wohnungen?
Aus den öffentlichen Dokumenten des Bezirksamts Neukölln geht hervor: Nein. Schon 2021 und 2023 lagen ähnliche Zahlen vor – 160 bis 170 Einheiten mit Grünsicherung. Es gab keine Version mit radikal weniger Bauen und mehr Wiese. Stattdessen reagiert die Planung auf Bürgerkritik, indem sie versiegelte Flächen begrünt und Pufferzonen schafft. Unsere Kolonie als Naherholungsort ist explizit geschützt.
8-102_ba-vorl_aufstellung.pdf
infrastruktur-aenderung-des-berliner-flaechennutzungsplans-…-eisenbahn-nme-im-bezirk-neuko/
Wo wird geparkt?
Die Eigentümerin plant Tiefgaragen zur Unterbringung des Bedarfs an Stellplätzen für die ca. 177 Wohnungen – das entspricht dem „ruhenden Verkehr“ (Bewohnerautos, Besucher). Im Bebauungsplan wird dies zeichnerisch festgesetzt, ohne feste Stellplatzanzahl, da Berlin keine allgemeine Verpflichtung hat.
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Kein Oberflächenparken: Um Grünflächen (z. B. Parkanlage auf ehemaligen Gleisen) zu erhalten, werden Parkdeck-Plätze oder Freiflächen vermieden.
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Aktuelle Auslegung: Die Unterlagen (seit 16.02.2026) bestätigen diese Sicherung; keine Änderung zu reiner Oberfläche.
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Hintergrund: Frühe Einwände (2023) kritisierten fehlende Plätze – die Antwort: Tiefgaragen als Lösung.
Warum uns das angeht
Als Kleingartenkolonie „Ewige Heimat“ leben wir den Gemeinschaftssinn: Gärtnern, Nachbarschaft, Natur pur. Mehr Wohnen nebenan bedeutet mehr Nachfrage nach unseren Werten – aber auch Chance für Kooperation, z. B. gemeinsame Wege oder Bäume. Lasst uns aktiv mitmachen!
Eure Chance: Beteiligt euch!
Schaut euch die Pläne an: DiPlanung-Portal oder in der Helene-Nathan-Bibliothek (Karl-Marx-Straße 66). Schickt eure Meinung bis 18. März per E-Mail oder Post ans Bezirksamt.
Zusammen für mehr Grün in Rudow!
Mario

