Liebe Gartenfreunde,
an Johannisbeeren, Apfelbäumen und Rosen lohnt sich im Mai ein Blick auf die jungen Triebe. Manche Schädlinge verstecken sich im Holz oder in eingerollten Blättern. Im Gartenbrief vom 13. Mai 2026 beschreibt das Pflanzenschutzamt Berlin die Merkmale und Möglichkeiten zur Pflege. Ich habe die Hinweise für deinen Garten zusammengestellt.
Welke Ruten an Johannisbeeren prüfen
Einzelne absterbende Triebe an Schwarzen Johannisbeeren oder Stachelbeeren können auf den Johannisbeerglasflügler hinweisen. Seine Larven leben im Inneren der Ruten. Schneidest du einen betroffenen Trieb auf, können ein dunkler Gang und Kotkrümel zu sehen sein.
Entferne befallene Ruten nahe am Boden, bevor die nächste Faltergeneration schlüpft. Lass beim Schnitt keine kurzen Stummel stehen: Solche Stellen nutzen die Falter zur Eiablage. Im Gartenbrief findest du Fotos, mit denen du das Schadbild vergleichen kannst.
Mehltau am Apfel früh erkennen
Weiße Beläge auf jungen Apfelblättern und Triebspitzen sind ein Hinweis auf Apfelmehltau. Der Pilz überdauert in den Knospen und befällt den frischen Austrieb. Später können sich Blätter verformen und vertrocknen.
Schneide betroffene Triebe beim Sommerschnitt zurück. Eine reichliche Stickstoffdüngung fördert weiches, anfälliges Gewebe. Bei einer Neupflanzung lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die Widerstandsfähigkeit der Sorte gegen Mehltau.
Apfelwickler: Flug beobachten und Früchte kontrollieren
Pheromonfallen helfen, den Flug der Apfelwickler einzuschätzen. Sie allein verhindern den Befall nicht. Leimringe am Stamm sind für diesen Schädling ebenfalls ungeeignet; noch vorhandene Ringe solltest du wegen der gefangenen anderen Insekten entfernen.
Für die weiteren Wochen kannst du Folgendes vormerken:
- Sammle befallene Früchte am Baum und auf dem Boden ein. Bohrstellen mit braunen Kotspuren sind ein Erkennungsmerkmal.
- Ab Ende Juni kannst du Wellpappe um den Stamm legen. Darin verbergen sich Raupen zur Verpuppung.
- Kontrolliere diese Verstecke möglichst jede Woche und sammle die Raupen ab.
Gerollte Rosenblätter und Löcher an Lilien
Röhrenförmig eingerollte Rosenblätter können von der Rosenblattrollwespe stammen. In manchen Blättern sitzen ihre Larven. Entferne befallene Blätter früh, damit die Larven später nicht zur Überwinterung in den Boden gelangen.
An Lilien und Kaiserkronen kommen als Verursacher von Fraßlöchern auch Lilienhähnchen infrage. Die roten Käfer sind auffällig; ihre Larven verstecken sich unter einer Hülle aus eigenem Kot. Halte beim Absammeln einen Behälter unter die Blätter. Die Käfer lassen sich bei Berührung fallen.
Zweiter Austrieb nach Raupenfraß
Nach Fraßschäden sehen manche Hecken und Gehölze im Frühjahr kahl aus. Das Pflanzenschutzamt verweist auf den Johannistrieb: Mit diesem zweiten Austrieb können die Pflanzen wieder neue Blätter bilden.
Quelle und Bilder zum Vergleichen
Grundlage ist der Berliner Gartenbrief 07/26 vom 13.05.2026 (PDF). Dort stehen die vollständigen Fachhinweise und die zugehörigen Fotos. Ich habe die Informationen für diesen Beitrag in eigenen Worten zusammengefasst.
Euer Gartenfreund Peter
