Tomaten gesund halten, Walnüsse kontrollieren und Nützlinge schonen

06.08.2026 | Gartenfachberatung

Liebe Gartenfreunde,

nach feuchten Tagen verdienen Tomaten eine gründliche Kontrolle. Flecken auf dem Laub können der Beginn eines Befalls sein, der auch die Früchte erreicht. Ich habe die Hinweise zur Pflanzenpflege aus dem Berliner Gartenbrief 13/26 vom 6. August 2026 zusammengestellt. Die Ausgabe erklärt außerdem Schäden an Walnüssen und zeigt, welche kleinen Gartenbewohner Unterstützung verdienen.

Tomatenblätter trocken halten

Kraut- und Braunfäule breitet sich bei länger anhaltender Blattnässe und milden Temperaturen aus. Befallene Kartoffeln können die Ausgangsquelle bilden; der Wind trägt die Sporen weiter. Auf Tomatenblättern entstehen zunächst graugrüne Flecken. Bei hoher Luftfeuchte kann unter dem Blatt ein heller Belag hinzukommen. Später stirbt das Laub ab, und auch Triebe oder Früchte können Schaden nehmen.

  • Prüfe deine Tomaten mindestens zweimal pro Woche auf Veränderungen.
  • Entferne Blätter, sobald sie erste Befallssymptome zeigen.
  • Gieße auf den Boden und vermeide nasses Laub.
  • Sorge durch Pflanzabstände für Luft zwischen den Pflanzen.

Ein Regenschutz unterstützt den Anbau. Plane Tomaten und Kartoffeln mit möglichst viel Abstand zueinander und wähle für kommende Pflanzungen widerstandsfähige Sorten.

Im Buchs auch innen nachsehen

Die Augustausgabe meldet junge Raupen der zweiten Buchsbaumzünsler-Generation. Zwischen frischen Trieben fallen sie kaum auf. Kontrolliere deshalb auch das Innere der Pflanzen.

Absammeln und Abklopfen können den Befall verringern; auch Wasser lässt sich zum Abspülen einsetzen. Wiederhole diese Maßnahmen regelmäßig, damit du nachkommende oder übersehene Raupen erfasst. Die Ausgabe enthält zusätzliche Hinweise zur Bekämpfung.

Walnuss: Fruchthülle und Blätter kontrollieren

Dunkle Blattflecken können bei Walnüssen verschiedene Ursachen haben. Der Gartenbrief beschreibt sowohl eine Pilzerkrankung als auch bakteriellen Walnussbrand. Blasige Erhebungen durch Filzgallmilben beeinträchtigen dagegen vor allem das Aussehen der Blätter.

Bei der Walnussfruchtfliege fressen die Larven in der äußeren Fruchthülle. Diese wird schwarz und schmierig. Ein früher Befall kann die Erntequalität beeinträchtigen.

  • Entferne befallene Früchte und krankes Falllaub.
  • Entsorge das Material im Hausmüll statt auf dem Kompost.
  • Mit Netzen oder Vlies unter der gesamten Krone lässt sich verhindern, dass Maden zur Überwinterung in den Boden gelangen.

Für erforderliche Schnittarbeiten an Walnüssen nennt die Ausgabe den August als geeigneten Zeitraum. Bei Neupflanzungen solltest du den späteren Platzbedarf berücksichtigen: Aus einem kleinen Baum kann eine große Krone werden.

Thripse an Zimmerpflanzen erkennen

Helle bis silbrige Saugstellen und kleine glänzende schwarze Kotpunkte können auf Thripse hinweisen. Die winzigen Tiere befallen auch beliebte Zimmerpflanzen. Bei fortgeschrittenem Befall können verkorkte Stellen entstehen.

Für Innenräume und Gewächshäuser nennt das Pflanzenschutzamt geeignete Raubmilben und Raubwanzen als Gegenspieler. Ihr Einsatz sollte früh beginnen. Die im Brief beschriebene Anwendung dieser Nützlinge ist nicht für das Freiland gedacht.

Gelbe Kokons am Kohl stehen lassen

Neben einer Kohlweißlingsraupe können gelbliche, eingesponnene Gebilde liegen. Darin entwickeln sich Schlupfwespen, deren Larven zuvor in der Raupe gelebt haben. Lass solche Kokons unberührt. Die ebenfalls gelben Eier des Großen Kohlweißlings sind dagegen nicht von einem Gespinst umgeben. Das Foto im Original verdeutlicht den Unterschied.

Auch die vorgestellte Bläulingszikade braucht keine vorschnelle Bekämpfung: Die Ausgabe beschreibt keine größeren Pflanzenschäden. Ihr Honigtau dient Bienen als Nahrung.

Die Quelle zum Nachlesen

Im Berliner Gartenbrief 13/26 vom 06.08.2026 (PDF) des Pflanzenschutzamts Berlin findest du die vollständigen Erläuterungen und Bilder.

Euer Gartenfreund Peter

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